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Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen

Der personelle Stabilitätsfaktor in den Schulen sind die Schüler. Klar. Sie sind am längsten anwesend. Bei den Lehrpersonen dagegen herrscht ein dauerndes Kommen und Gehen. Mehr als zwei Drittel arbeiten Teilzeit, häufig in kleinen Pensen. Viele schöpfen aus genau dieser Quelle ihre berufliche Motivation. In entsprechend atomisierten Teilmengen sind die Verantwortlichkeiten organisiert – inhaltlich, zeitlich […]

Der Heizwert von Zeugnissen

Ein Blick in die Stellenanzeigen macht deutlich, worauf es ankommt: Die Menschen sollen zuverlässig sein, belastbar und kreativ, sie sollen sich in ein Team einfügen, fähig und willens sein, Verantwortung zu übernehmen, sich auszeichnen durch Engagement und Motivation. Aber nicht nur in der Arbeitswelt, auch privat ist man in der Regel gut beraten mit Menschen, […]

Auf digitalen Abwegen

«Wie viele Nachrichten kriegst du pro Stunde auf dein Smartphone?» Bei etwa einem Drittel der Jugendlichen ist das überblickbar: eine bis fünf Nachrichten. Pro Stunde. Bei etwa einem Fünftel klingelt oder vibriert es häufiger: fünf bis zehn Mal pro Stunde. Oder anders gesagt: alle paar Minuten. Das ist zwar viel – und trotzdem wenig. Denn: […]

Ist man ein schlechtes Vorbild, wenn man selber denkt?

Situation 1: Auf einer der kompliziertesten Kreuzung Englands – in Beverly (East Yorkshire) – sind sämtliche Ampeln ausgefallen. Und das sind nicht weniger als 42 Stück. Zwanzig verschiedene Verkehrsflüsse werden normalerweise durch die Lichter geregelt. Und an neun Stellen wird ein sicherer Übergang für Fussgänger geboten. Und plötzlich: Aus! Und, das grosse Chaos? Nein, keineswegs, […]

Organisierte Unverantwortlichkeit

«Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.» Dieses Diktum stammt aus Afrika. Das Dorf als wirtschaftlich-kultureller Organismus fühlte sich kollektiv verantwortlich für Bildung und Erziehung. Das Sprichwort könnte auch ein hiesiges sein. Denn: Noch ist es nicht allzu lange her, galt ein ähnliches Verständnis auch hierzulande. Und: Schule und Lehrer waren Teil dieses […]

Von Fussball, Kartoffelbirnen und «neuem» Lernen

Wer dem Gekicke zwischen dem FC Chlepfmoos und der 2. Mannschaft des FC Hinterwald-Bachen beiwohnt, weiss, dass das Spiel «Fussball» genannt wird. Aber er weiss auch, dass das Spiel gleichen Namens zwischen Bayern München und Real Madrid sich völlig anders präsentiert. Fussball ist eben nicht einfach Fussball. Auch wenn die Tore gleich gross, der Ball […]

Der Hintern als wichtigster Körperteil?

Gerade wieder werden alarmierende Daten veröffentlicht: Der Anteil der übergewichtigen Kinder nimmt rapide zu. Das wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus – körperlich und seelisch. Die Gründe sind schnell einmal aufgezählt: zu wenig Bewegung, einseitige Ernährung, intensive Mediennutzung – und die Kombination von alledem. Kinder und Jugendlich weisen vielfältige motorische Defizite auf. Kein Wunder: […]

Dicke Luft im Schulzimmer

Der Dachverband der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer will untersuchen lassen, ob stickige Luft im Schulzimmer den Lernerfolg beeinträchtigt. Das ist ja ein Ding. Lehrer, Schüler und Eltern können tief durchatmen (allerdings besser nur im Freien). Denn endlich wird es auch den Dumpfbacken in der hintersten Reihe klar: Die Luft ist schuld, wenn es mit dem […]

Von Pissoirs und Schweinen

Wer kann wo müssen – der „Masterplan ZüriWC“ gibt erschöpfend Auskunft über die Zukunft der stillen Örtchen in Zürich. Menschen sollen sich nicht notdürftig in die Büsche schlagen müssen. Fein säuberlich – das ist im Zusammenhang mit WCs wichtig – wird aufgelistet, mit welchen Anlagen ebendies verhindert werden soll. Der Masterplan für die Zürcher Bedürfnisanstalten […]

VW hat gut aufgepasst in der Schule

Jedes Schulkind weiss, worauf es ankommt: Bei der Prüfung gut dastehen – mit welchen Tricks, das spielt keine Rolle. Denn ob ein Schüler nach einer Prüfung noch etwas weiss und kann, das ist wurscht. Auf die kurzfristigen Ergebnisse kommt es an. Noten sind das, was zählt. Klar, das steuert massgeblich das Verhalten. Denn was hinten […]